Es gibt Menschen in meinem Umfeld, die Energie ziehen.
Die mich „runterziehen“ von meinem Energielevel,
wo ich doch so viel dafür tue,
es oben zu halten.

Es gibt viele Tipps und Tricks,
wie du mit diesen „Energiefressern“ umgehen kannst,
du kannst dich schützen,
dich in eine Kugel aus Licht stellen,
dir vorstellen, wie Erzengel Michael kommt
und alle Verbindungsschnüre zwischen euch beiden trennt.
Du kannst den Kontakt komplett abbrechen.

Kurzfristig ist das sicherlich eine gute Lösung,
um Dir einmal „Luft“ zum schnaufen zu holen.
Doch dann ist es an der Zeit, Dich zu fragen,
warum?

Kinder sind viel, viel sensibler als Erwachsene,
weil sie noch nicht so viele Schutzpanzer um sich gelegt haben.
Hochsensible Menschen oder auch (ältere) Kinder,
haben einfach nicht so viel „Ego“, so viele Schutzschichten,
wie andere.

Kinder, oder auch unser inneres Kind spürt einfach noch viel mehr,
wenn der Mensch uns gegenüber ein Problem hat
und möchte helfen und dienen.
Das ist was das Kind immer tun möchte.
Das ist eine seiner Ur-Programmierungen,
um nicht zu verhungern,
um immer von einem Erwachsenen versorgt und gesehen zu werden.

Desto weniger wir nun versorgt und umsorgt waren,
desto mehr fühlen wir uns als Erwachsene dann noch immer in der Situation
den anderen Erwachsenen helfen zu müssen.
Desto mehr fühlt sich unser inneres Kind „verpflichtet“
dem Erwachsenen in unserer Umgebung zu dienen.
Ihm zu helfen seine Gefühle zu fühlen.

Das Kind in uns bleibt und auch sein Ur-Drang dem Erwachsenen zu dienen,
dem Erwachsenen zu helfen, seine Gefühle richtig zu fühlen.
Das ist auch gut so,
schließlich wachsen wir ja selbst zu einem Erwachsenen heran
und brauchen das Kind als fühlendes Wesen.

Doch desto weniger wir selbst auf unser inneres Kind hören,
desto mehr wird es sich andere Erwachsene suchen,
die es „bedienen“ kann,
indem es ihre Gefühle fühlt.

Es wird aber auch gleichzeitig Menschen anziehen,
die genau die Themen mitbringen,
die wir nicht selbst fühlen wollen.

Übersetzt zu den Energiefressern heißt das,
nicht der Mensch uns gegenüber ist es der uns Energie zieht,
sondern wir selbst.
Indem wir einen wichtigen Aspekt gerade nicht fühlen oder sehen wollen.
Unser inneres Kind sucht sich aber automatisch diesen Typ Menschen,
um es so lange zu fühlen, bis wir durch sind.
Dann verlassen wir ihn entweder automatisch
oder auch bei unserem Gegenüber beginnt sich etwas zu verändern.
Weil wir nicht mehr mit seinem „Problem“ in Resonanz gehen.

Deshalb bringt jeder Schutz nichts,
besser gesagt, im Wegfallen all diesen Schutzes
steckt ein großes Potential.
Denn alles, wirklich alles was zu mir kommt,
hat auch etwas mir zu tun.
Alles was passiert im „Außen“ ist etwas,
das im Inneren gefühlt und gesehen werden möchte.

Wenn Du jetzt den Energiefresser einfach stehen lässt
und Dir vielleicht sogar einen anderen Partner, Chef oder Freundin suchst,
dann verschwindet das Problem nicht.
Du wirst wieder die gleiche Situation, das gleiche Thema
nur mit einem anderen Menschen anziehen.

Dein inneres Kind ist da wirklich hartnäckig
und gibt erst auf,
wenn Du wirklich gefühlt hast,
um was es geht.
Wenn Du einmal hinsiehst und sagst, ich habe es erkannt.

Das Muster, die Verletzung, die dahinter steckt.
Die Prägung die mich veranlasst das zu fühlen.
Vielleicht auch nur die Erfahrung,
dass ich mich als Kind immer um meine Mutter kümmern musste,
weil sie selbst nicht dazu in der Lage war.
Dann kümmere ich mich auch automatisch mehr um andere Menschen,
als um mich selbst.
Denn das ist meine Programmierung,
die mich überleben ließ, als Kind.

Wir sind jetzt Erwachsen,
wir können jetzt unser inneres Kind in den Arm nehmen,
lieben, halten und ihm ein stabiles Umfeld geben.
Auf seine Bedürfnisse achten
und es gut hören,
was es von mir braucht.