Heile dein inneres Kind

Let’s start the work:

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Jetzt geht es in die Tiefe

Meine Gefühle gehören zu mir

Als Kind hast Du die Erfahrung gemacht, dass einige Gefühle nicht Ordnung sind. Dass Wut und Trauer keinen Platz in dieser Welt haben.

„Ein Indianerherz kennt keinen Schmerz“. „Heul nicht rum“. „Jetzt ist es aber wieder gut“.

Vielleicht wurdest Du sogar bestraft, weil Du wütend warst. Eingesperrt, damit Du Dich selbst „beruhigen“ kannst. Doch ein Kind kann das noch nicht. Es ist bedürftig und gerade in solchen Situationen auf das Commitment der Eltern angewiesen. Sonst kann es nicht lernen mit diesen Gefühlen umzugehen und sperrt sie weg. Ganz weit weg, tief in die Tiefen, des Unterbewusstseins.

Dazu kommt natürlich, dass auch die Erwachsenen, Deine Vorbilder niemals Gefühle gezeigt haben. Wir leben in einer sehr emotionslosen Gesellschaft.

Damit wir aber wieder echte Freude, echte Lebendigkeit, echte Liebe und Leichtigkeit erleben können, ist es existentiell wichtig sich auch den nicht so gern gesehen Gefühlen zu stellen. Disney hat dazu sogar einen wunderschönen Kinderfilm gemacht: „Alles steht Kopf“. Den kann ich Dir auf jeden Fall empfehlen, als „Warm-up“.

Erst wenn ich auch traurig sein darf, meine Wut zum Ausdruck bringen kann, dann haben auch Freude und Liebe wieder Platz sich zu entfalten.

Hier habe ich eine schöne Übung für Dich, die Du ganz einfach zu Hause nach machen kannst.

Übung:

Du brauchst: Ein leeres Glas. Eine Tüte vegetarische Gummibärchen.

In das Glas gibst Du nun zu gleichen Teilen gelbe und rote Gummibärchen, bis es etwa halb voll ist.

Jedes Mal, wenn Du Dich nun freust oder Liebe verspürst, dann isst Du eines der roten Gummibärchen auf (sie sind die besten). Immer wenn Du Dich nicht so gut fühlst, dich ungerecht behandelst fühlst, eine blöde Situation mit deinem Partner oder Deinen Kindern war, dann gibst Du ein gelbes Gummibärchen hinein.

Irgendwann wirst Du ein Glas voller gelber Gummibärchen haben. Und genau das ist es, was in unserem System passiert, wenn wir die Gefühle hinter Trauer und Wut nicht richtig fühlen. Wenn wir zwar merken, es ist etwas geschehen, was mir nicht gut tut. Aber wir nicht wissen wie wir damit umgehen sollen. Irgendwann sind so viele gelbe Gummibärchen da, dass kein Platz mehr ist für die roten, die, die wirklich lecker sind.

Wir lernen nämlich als Kind sehr schnell, dass Freude und Liebe gern gesehene Gefühle sind, Trauer und Wut bekommen aber von uns ganz eigene Muster und Prägungen wie wir mit diesen umgehen. Aber irgendwann ist einfach kein Platz mehr für Freude und Liebe, weil Wut und Trauer den ganzen Raum für sich eingenommen haben.

Jedes Mal, wenn Du nun Lust auf ein rotes Gummibärchen verspürst, dann nimm Dir die gelben Gummibärchen vor. Stecke eines davon in den Mund und fühle einmal ganz genau was in diesem Gummibärchen gespeichert ist. Traurigkeit? Wut? Fühle es, in deinem Körper. Wo kannst Du es spüren? Wo ist die Energie in Deinem Körper. Fühle genau diesen Punkt.

Was Du mit dieser Energie machen kannst, erklär ich Dir in der nächsten Übung.

Ich gebe dem Raum, was da sein will!

Willkommen Angst!

Angst kennt sicherlich jeder von uns. Es ist uns vertraut wie nichts mehr auf der Welt. Wusstest Du, dass das Gegenteil von Liebe nicht Hass ist, sondern Angst?

Das heißt in Angst steckt auch die größte Kraft, die größte Transformation steckt in der Hingabe an das was ist. An die Angst die da kommen will und sich zeigt.

Denn Angst ist nichts anderes als unbändige Energie, die Du irgendwo in Deinem Körper gut eingeschlossen hast. Sie versucht mit aller Wucht nach draußen zu drängen und das anstrengende ist ja nicht die Angst selbst, sondern das zurück halten genau dieser Energie.

Sie möchte sich aber ausbreiten, von Dir Willkommen geheißen werden. Denn sie hat etwas zu sagen. Angst ist von uns nur programmiert als etwas schlechtes, etwas das wir nicht haben dürfen! Etwas das nicht zum Leben gehört.

„Du Angsthase“ ist eines der Wörter, die sich Kinder gegenseitig oft sagen. Jetzt gibt es die Sorte der Kinder, die das anstichelt noch mutiger zu sein oder es gibt die, die sich komplett in sich zurück ziehen und fortan jede angstmachende Situation zu vermeiden.

Auch haben wir als Kinder viele Situationen erlebt, in denen wir Todesangst hatten und uns allein gelassen gefühlt haben. Das beginnt bei vielen schon kurz nach der Geburt, wenn das Kind von der Mutter getrennt wird. Ein Säugling versteht nicht wo die Mutter jetzt ist und warum es alleine in einem Bett liegt.

Die ursprüngliche Energie hinter der Angst erfährst Du hier und auch wie Du mit ihr umgehen kannst:

Angst?

Stell Dir vor, Du stehst auf einmal an einem Abgrund. So wie der Mann hier auf dem Foto. Es ist unglaublich hoch und Du blickst hinunter.

Sofort gehen sämtliche Warnsignale in Deinem Körper an und Du bekommst Angst. Eine solche lähmende Angst, dass Du keinen Schritt mehr vorwärts machen kannst.

Und genau das ist gut so! Denn sonst würdest Du einfach weiter gehen und in die Tiefe stürzen. Wir alle wissen, was das mit unserem Körper machen würde. Also bleibst Du stehen, gehst ganz langsam rückwärts oder schreist um Hilfe.

Genau das ist Angst. Eine schützende Kraft, die uns davor bewahrt Dinge zu tun, die unseren Körper gefährend würde.

In der westlichen Welt kommen wir zum Glück nicht mehr so oft in diese direkten Angststituationen, doch die Information ist natürlich in unseren Zellen gespeichert. Und die Angst davor kein Geld mehr zu haben und dem damit einhergehenden verhungern bedroht unser System ebenso.

Eigentlich aber ist es ein Warnsignal des Körpers, ein: „Hey, schau mal hin, da is was mega gefährliches – ein Abgrund reagiere mal, JETZT!“.

Und genau das ist es was unser Körper uns verlangt. Das wir ihm sagen: „Ja, dankeschön, ich habe es gesehen, aber wir dürfen vertrauen, ich hab da ein Seil an meinen Füßen dass uns kurz vor dem Abgrund auffangen wird. ALLES IST GUT!“.

Und desto mehr Du das Deiner Angst sagst, also sie wahr nimmst, sie annimmst. Dich bei ihr bedankst, dass sie Dir so gut hilft, desto besser kannst Du lernen mit ihr umzugehen. Desto mehr gibst Du ihr Raum. Sie will nur von Dir gesehen werden, sie hat etwas zu sagen! Hör ihr zu.

In der inneren Kind Arbeit ist auch eine schöne Visualisierung sich selbst zu halten. Das kleine Kind in mir zu halten. Wenn ich in eine Situation komme in der ich richtig große Angst bekomme. Dann kann ich zu meinem kleinen Kind in mir gehen, dass jetzt gerade diese große Angst verspürt. Ich kann es auf den Arm nehmen, auf meinen Schoß setzen oder es einfach halten und zu ihm sprechen: „Ich bin jetzt da für Dich. Ich bin schon groß und kann Dich halten und gut auf Dich aufpassen.“

Lass den Sturm Deines Lebens aufziehen!

Willkommen Traurigkeit! Willkommen Wut!

Auch Traurigkeit und Wut sind wie die Angst einfach Signale des Körpers. Sie gehören zu unserem Leben. Sie sind ein äußerst wichtiger Teil.

Anhand des Wetters ist das unglaublich gut zu erklären. Damit die Pflanzen auf diesem schönen Planeten wachsen und gedeihen können brauchen sie Sonnenlicht, aber genauso wichtig ist Wasser für sie. Ohne das Wasser kein Leben und ohne die Sonne keine Blüte. Ein Samenkorn schlummert solange unter der Erde bis es gegossen wird.

Hätten wir die reinigende und nährende Energie der Traurigkeit und der Wut nicht, so könnten wir nicht wachsen, wachsen zu unserer vollen Größe.

Erst wenn wir auch im Sturm und im Regenwetter die Schönheit des Lebens sehen können, dann sind wir angekommen bei uns selbst.

Es würde nichts bringen in ein Land zu ziehen, in dem immer nur die Sonne scheint. Dort würdest Du verhungern. Und genauso ist es hier in Deinem Körper. Das Weinen ist Dein Regen, es reinigt alles was nicht zu Dir gehört und es hilft Dir Deine Zellen am Wachsen zu halten.

Doch wir haben so lange gelernt Regen und Sturm zurück zu halten. Deshalb habe ich Dir folgende Übung vorbereitet:

Übung:

Visualisiere die Traurigkeit, die Wut, die Angst oder jede andere Energie Du gerade fühlen möchtest. Ja, möchtest – los geht’s ;-).

Wichtig ist erstmal eine gute Erdung. Also stell Dir vor, Du lehnst an einem großen starken Baum (bitte nicht diese Trauerweide auf dem Foto, sondern ein richtiger, starker, grüner Baum) und bist tief verwurzelt mit der Erde. Aus Deinem Wurzelchakra fließt ein dickes Kabel bis in den Erdmittelpunkt wo es richtig einrastet.

Jetzt atemst Du erstmal alles aus was Dich belastet, hinein in dieses Kabel, in Mutter Erde, die es für Dich transformiert. Und mit jedem Einatmen nimmst Du frische, reine Energie auf.

Nun schließe Deine Augen und lokalisiere die Traurigkeit, die Wut, die Angst, die Du fühlen möchtest in Deinem Körper. Das dauert vielleicht ein bisschen und ist am Anfang noch ganz zart, aber Du wirst es merken.

Wenn Du sie gefunden hast, dann stell Dir vor diese Energie ist ein Luftballon. Der kann eine bestimmte Farbe haben. Mit jedem Atemzug pustest Du den Luftballon ein Stück auf. Erst zaghaft und dann immer stärker, mit all Deiner Kraft wächst der Luftballon – und wächst – und wächst.

Er breitet sich aus, über Deinen ganzen Körper, über die Erde, über das ganze Universum bis in die Unendlichkeit. Am höchsten Punkt platzt er und Du kehrst zurück in Deinen Körper.

Ist da noch ein Luftballon? Noch ein Energieknoten in Deinen Zellen, der jetzt gesehen werden möchte? Dann puste auch diesen auf, solange bis Du das Gefühl hast es reicht für heute.

Diese Übung kannst Du immer machen, wenn Du merkst, da ist irgendwas schief in Deinem System und möchte gesehen werden.

Ich halte Dich!

Dein Kind will gehalten werden.

Nach der Luftballon-Übung oder auch in anderen Situationen, wenn Du eine dieser Übungen machst, dann kann es sein, dass Du automatisch Szenen aus Deiner Kindheit wieder vor Dir siehst.

Manchmal ist es auch so, dass Du wenn es Dir nicht gut geht und Du einfach diesen Schmerz, diese Emotion spürst – Du dabei alleine bist, Dir ein Gedanke in den Kopf schießt. Ein Bild, eine Szene aus Deiner Kindheit.

Dann geh hinein in diese Szene, als Dein Erwachsenes Selbst. Stell Dir vor, Du stehst in einer Kugel aus goldenem Licht und egal was in dieser Situation vorgefallen ist. Jetzt nimmst Du Dein inneres Kind auf den Arm – oder an die Hand, wenn es das nicht zu lässt.

Halte es ganz fest und sprich zu ihm: „Es tut mir leid, dass Du diese Situation so erleben musstest. Bitte verzeih mir, ich liebe Dich! Ich werde nie wieder zulassen, dass so etwas noch einmal geschieht!“

Das ist eine Übung aus dem hawaiianischen Ho’oponopono, das ich wirklich als sehr, sehr wertvoll empfinde und Dir hier nochmal in Ruhe erkläre.

o'oponopono?

Ho’oponopono heißt übersetzt in etwa soviel wie „in Ordnung bringen“. Es ist ein Vergebungsritual.

Alles was in meinem Leben zu mir kommt, hat etwas mit mir zu tun, ist ein Teil von mir. Ich habe zu 100% die Verantwortung dafür. Kommt eine Situation also zu Dir, hat sie auch etwas mit Dir zu tun.

Dr. Hew Len war Therapeut und heilte innerhalb von vier Jahren eine ganze Station von psychisch schwer kranken Kriminellen. Dabei hatte er mit keinem einzigem dieser Menschen Kontakt. Er nahm sich nur die Akte jedes Einzelnen und suchte nach dem „Problem“ bei ihm. Wenn es zu mir kommt, so muss etwas mit mir zu tun haben.

Das Ho’oponopono hat ein wundervolles Mantra, dass uns in vielen Situationen behilflich sein kann, vor allem eben, wenn wir die Ursache einer Situation in unserer Kindheit auflösen wollen. Sie verschwindet dadurch und wir gehen in eine Vor-gebung. In den Zustand vor der Gebung des Ganzen.

Wir können es aber auch gut in Alltagssituationen anwenden. Immer wenn etwas in Deinem Leben passiert, dass Du als unangenehm empfindest. Ein Streit in der Familie zum Beispiel, dann kannst Du das Mantra sagen, zu Dir selbst und aber auch Deinem Gegenüber:

Es tut mir leid

Ich verzeihe Dir – ich verzeihe mir

Ich liebe Dich – ich liebe mich

Ich danke Dir – ich danke mir

Von nun an, bin ich immer für Dich da!

Bring Dein Kind an einen geschützten Ort

Irgendwann kommt Dein Kind von dem Baum herunter, irgendwann lässt es sich vielleicht auf den Arm nehmen oder zumindest an der Hand halten.

Jetzt ist es wichtig, dass es Dein Commitment bekommt, es braucht die Gewissheit, dass Du es wirklich nie mehr alleine lässt, dass es von nun an wirklich geschützt ist.

Nimm es nun an die Hand oder trage es auf Deinem Arm weiter auf der Blumenwiese. Vor Dir erscheint auf einmal ein Schloss, mit einem großen starken Tor. Du hast den Schlüssel für dieses Tor bei Dir. Das Schloss ist Dein Herz und dort hinein bringst Du nun Dein inneres Kind.

Du öffnest das Tor, gehst vorsichtig mit Deinem Kind hinein. Gemeinsam seht ihr euch um und langsam stellst Du es vor Dir auf den Boden. Du beugst Dich zu ihm hinuntern und Du sprichst zu ihm:

„Hier bist Du geschützt, es ist ein heiliger Ort, nur Menschen reinen Herzens können diesen betreten. Du bist in absoluter Sicherheit. Vor dem Tor wachen zwei starke Engel und passen mit ihren Lichtschwertern auf. Es kann Dir von nun an nichts mehr passieren. Niemand kann Dich jemals wieder verletzen.

Wann immer Du mich brauchst, so rufe mich. Ich werde da sein und Dich hören. Du kannst hier jetzt in aller Ruhe spielen und die Welt entdecken. Wann immer Du das Gefühl hast, Du brauchst etwas, so sage es mir.

Komm in Frieden mit Deiner Kindheit

Danke Mama und Papa

Ziemlich bald kommt man in der inneren Kind Arbeit an einen Punkt, an dem man feststellt, dass uns Menschen die wir sehr lieben uns verletzt haben.

Manchmal haben wir aber auch schon eine sehr schlechte Verbindung zu unseren Eltern und können ihnen nicht verzeihen, was sie uns in unserer Kindheit „angetan“ haben.

Doch all diese Menschen, sei es nun Lehrer, Eltern oder Großeltern haben immer mit ihrem besten Gewissen gehandelt. Alle Menschen handeln aus der größtmöglichen Liebe. Leider hatten sie oft selbst eine sehr bewegte Kindheit und haben nie wahre Liebe erfahren.

Das heißt Deine Eltern und auch all die anderen Menschen in Deiner Umgebung haben Dich immer geliebt und doch war es ihr Ausdruck von Liebe. Sie wollten Dir helfen zu einem „richtigen“ Menschen zu werden, denn das war und ist ihr Ausdruck von Unterstützung an Dich.

Oft waren sie auch einfach nur überfordert von einem Leben als Erwachsenen, mit zuviel Verantwortung und zu wenig Freizeit. Und auch sie haben nie gelernt, sich selbst zu halten. Das haben sie an die Menschen, vor allem die Kinder, weiter gegeben. Das ist natürlich nicht in Ordnung und sollte auch nicht so ablaufen. Und doch ist es passiert, denn sie sind auch nur Menschen. Wir alle kennen die Situation in der uns alles zu viel wird.

Das innere Kind kann erst heilen, wenn wir in Frieden mit unserer Vergangenheit kommen. All dem was passiert ist verzeihen können. Erkennen können, dass diese Menschen auch nur aus reiner Liebe zu mir und dem Leben gehandelt haben.

Das ist manchmal nicht so einfach, vor allem wenn die Verletzungen tief sitzen. Doch gib Dir da Zeit und sei achtsam mit Dir selbst. Hier ist eine schöne Übung für Dich, die Du immer wieder machen kannst und auch das Ho’oponopono kann hier Wunder vollbringen.

Übung:

Stell Dir vor Du bist in einem Theaterstück. Du sitzt dort in den Reihen und siehst zu. Aufgeführt wird: „Dramen meiner Kindheit“.

Dort oben auf der Bühne werden verschiedene Szenen Deiner Kindheit gespielt. Die Akteure sind keine Schauspieler, sondern die Menschen, die diese Szene damals wirklich erlebt haben. Also Deine Eltern, Lehrer oder andere Erwachsene, die Dein Leben beeinflusst haben. Dein inneres Kind hat natürlich auch eine Rolle.

Der Vorhang öffnet sich und das Schauspiel beginnt. Du sitzt in den Reihen und beobachtest die Szene. Bislang bist Du nur Zuschauer. Auch in dem Moment wo Dein inneres Kind verletzt oder ungerecht behandelt wird, wartest Du noch einen Moment ab. Siehst zu, was da gerade passiert und magisch hält die Szene an, alle Personen bleiben einfach stehen wo sie sind.

Du hast jetzt die Zeit in Ruhe zu sehen, was passiert. Warum handeln die Akteure, wie sie handeln? Wie reagiert Dein inneres Kind gerade? Welche Gefühle kommen da hoch und wollen gesehen werden?

Nimm Dir kurz Zeit die Gefühle, die da kommen willkommen zu heißen. Gib ihnen Raum, sie dürfen sich jetzt mal richtig ausbreiten. Gerne auch mit der Luftballon-Übung.

Dann stehst Du auf, gehst in die Szene hinein, nimmst Dein Kind auf den Arm und bringst es an einen sicheren Ort. Anschließend gehst Du zurück zu den Akteuren und sagst ihnen wie Du es findest was gerade passiert ist.

Sag ihnen all das was gerade hoch kommt und wenn Du schreist, dann schreist Du. Sage ihnen all das was Du ihnen damals als Kind nicht sagen konntest.

Du hältst ein Päckchen in den Armen, ein Päckchen aus all den Themen, die Dir Deine Eltern damals gegeben haben. Überforderung, Angst, Ablehnung, Alleinsein, was auch immer. Es ist nicht Deines und Du gibst Ihnen das Päckchen zurück. Du wirst es nicht länger für sie tragen.

Wenn Du magst kannst Du zum Schluss noch ein Ho’oponopono für euch alle machen (wie das geht, kannst Du weiter oben lesen).

Es kann sein, dass die Personen erstmal nicht freudig oder gar mit Ablehnung reagieren. Das ist ok, Du hast ihnen etwas gegeben, dass sie nicht mehr haben wollten. Da kommt Schmerz bei Ihnen, den sie jetzt erstmal annehmen müssen. Gib ihnen Zeit. Manchmal ist es aber auch möglich ihnen gleich die Hand zu reichen, dann tu dies.

Hol Dir Hilfe!

Schmerzvermeidung bei der Heilung des inneren Kindes

Es hat natürlich auch seine Gründe, wieso wir so viel unserer Erinnerungen fest im hintersten Teil unseres emotionalen Kellers versteckt halten.

Es tut einfach weh, es tut so sehr weh, dass wir diese Situation nicht noch einmal erleben wollen. Doch leider löst das natürlich das Problem nicht.

Wenn Du eine Bombe in Deinen Händen hältst, die laut tickt. Dann kannst Du diese natürlich schon ganz unten, hinten im Keller verstecken und Du wirst ihr Ticken nicht mehr hören. Aber sie wird deshalb nicht aufhören.

Genauso verhält es sich mit Kindheits-Traumata. Manchmal waren diese so schlimm, dass wir sie unter keinen Umständen mehr vorholen wollen. Sie ticken aber leise in unserem Keller vor sich hin. Und anders als bei einer Bombe versuchen sie trotzdem auf sich aufmerksam zu machen.

Die Bombe klopft laut aus ihrem Kellerabteil, nur merkst Du nicht, dass es die Bombe ist die da klopft. Sie möchte von Dir befreit werden und endlich gesehen werden. Denn erst dann kannst Du sie in Liebe annehmen und transformieren.

Solange Du das nicht tust, wird sie immer wieder Situationen in Dein Leben rufen um Dich an sie zu erinnern. Und die Situationen werden mit unter immer extremer werden, desto weniger Du hinhörst. Chronische Krankheiten, Allergien, aber auch Geldmangel, Burn-Out oder Beziehungsprobleme haben oft eine versteckte Bombe zu grunde liegen.

Und so wie auch bei jeder Bombenfreilegung ein Experte zu Gange ist, der sanft den Zünder entfernt und das Ticken für immer lahm legt, so braucht es auch in der inneren Kind Arbeit für schwere Traumata eine professionelle Unterstützung. Jemand der Dich sanft dorthin begleitet, Dich hält und stützt und Dir hilft diese Bombe selbst zu entschärfen. Für immer.

Zur Bombenentschärfung geht´s hier lang

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